Tipps von Lena: So gelingt das Alleinleben

Aufnahme: 2 junge Frauen sitzen in einem Kaffee und lernen.

Kurz und Knapp

Okay, mal ehrlich: Niemand hat sein Leben komplett im Griff – und das ist auch okay so. Statt dir was von Perfektion vorzugaukeln, teile ich lieber ein paar ehrliche Learnings aus dem Alleinleben mit dir. Pflanzen brauchen mehr als Ikea behauptet, Staub macht auch vor toten Ecken keinen Halt und wenn du deine Nachbarn sehen kannst, sie dich auch – just saying. Nudeln sind geil, aber Gemüse hält dich länger am Leben, und nicht jede Party ist ein Muss. Manchmal ist ein Abend auf der Couch das wahre Upgrade. Duschen heißt nicht, dass das Bad dabei sauber wird, und wer morgens um 6 bohrt, braucht Hilfe. Und ganz wichtig: Das Leben passiert da draußen – also raus aus dem Schneckenhaus und rein ins Abenteuer. Halle hat mehr zu bieten, als du denkst.

Warum sollst du dein Vertrauen in mich setzen? Weil ich mein Leben voll im Griff habe und total reif und erwachsen bin? Eher nicht. Aber mal ganz ehrlich, das können nicht einmal die richtigen Erwachsenen von sich behaupten, also wozu die unrealistischen Ansprüche.

Trotz meiner fehlenden Qualifikation bin ich der Meinung, ein paar Basic-Tools des Alleinlebens draufzuhaben und weil ich so großzügig (und voll bescheiden) bin, möchte ich das Erlernte mit dir teilen.

  • Pflanzen sterben schnell. Auch wenn auf dem Ikea-Aufkleber steht, der Ficus benjamina bräuchte wenig Licht, heißt das nicht, dass er im Dunkeln und mit 100 ml Wasser die Woche zufrieden ist. Einfach mal von den Freunden mit grünem Daumen beraten lassen oder die Oma anrufen.
  • Nur, weil du dich in einer bestimmten Ecke deiner Wohnung nicht aufhältst, ist sie nicht staubresistent. Du musst ÜBERALL fegen/saugen/wischen/as you like.
  • Wenn du deine Nachbarn von deinem Fenster aus sehen kannst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dich sehen können, relativ hoch. Für spontane Tanzpartys im Schlafanzug empfehle ich das Schließen der Vorhänge.
  • Siebenmal die Woche Nudeln zu essen, ist in unseren Kreisen nicht ungewöhnlich, aber trotzdem ungesund. Frisches Gemüse ist gar nicht so teuer, wie man uns arme Studenten glauben lässt. Wenn du siebenmal die Woche trinken gehen kannst, kannst du dir auch eine Gurke gönnen.
  • Es gibt genügend Partys. Du musst nicht auf jeder tanzen. Wenn du mal nein sagst und dich für einen gemütlichen Abend auf dem eigenen Sofa ohne Drama entscheidest, verläuft die Nacht um einiges entspannter. Versprochen.
  • Die Dusche bzw. Badewanne wird nicht dadurch, dass du dich darin duschst bzw. wäschst, sauber. Auch hier empfehle ich gründliches und regelmäßiges Reinigen. Nicht zu lange über das „Wenn die Seife auf den Boden fällt, ist sie dann dreckig oder der Boden sauber?“-Konzept nachdenken.
  • Um 6 Uhr morgens muss in keinem mir erdenklichen Fall gebohrt werden. Wer meint, um 6 Uhr morgens bohren zu müssen, sollte sich ernsthaft über seine Fähigkeit, normal zu sein, Gedanken machen.
  • Außerhalb der Komfortzone beginnt das Leben. Wer die Wohnung nicht verlässt, die Stadt nicht erkundet, die Menschen nicht kennenlernt, darf sich nicht darüber beschweren, keine Freunde zu haben. Halle hat viel zu bieten und davon kannst du nur dann profitieren, wenn du rausgehst. Gerade jetzt sollte man die studentische Freizeit nutzen und neue Dinge ausprobieren.

Das wäre es fürs Erste von meiner Seite. Ich lege dir das Befolgen meiner Tipps ans Herz und hoffe, dass dich vor allem der letzte Tipp rechtzeitig erreicht hat.

Lena Maureen

Wer schreibt hier eigentlich?

Lena-Maureen

Hey, ich bin Lena – offiziell Lena Maureen, aber das sagt eigentlich niemand. Ich bin 21, studiere seit 2017 Jura an der MLU und bin vorher quer durch Yaoundé, Berlin und Addis Abeba gezogen. Ich liebe alles Kreative: Singen, Klavier, Schreiben, Zeichnen, Tanzen – da bin ich stundenlang weg. Witze dürfen bei mir gern flach sein, Hauptsache ich kann laut lachen. Ob Rockkonzert oder Pyjamaparty – ich fühl mich überall wohl. Und wie ich nach Halle kam? Spontaner Nachtentscheid mit flackerndem Licht und Google-Ranking. Bereut hab ich’s nie.

Halle ist für mich mehr als nur Studienort – es ist eine Stadt, die jeder anders erlebt. Ich liebe es, mich darüber auszutauschen und neue Lieblingsorte zu entdecken. Mein persönlicher Favorit: meine Wohnung (logisch), aber im Sommer geht nix über die Ziegelwiese. Für Kaffee & Co. ist SHABBY mein Place to be. Und mein Highlight? Ganz klar die Kneipentour 2018. Halle ist grün, bezahlbar, voller netter Menschen – und die Freund*innen, die ich hier gefunden hab, machen’s für mich besonders.

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